Gut besuchte Immobilienmesse in Lahnstein

Worauf ist bei der neuen Grundsteuer zu achten? Wie kann ich meine Erbfolge klar regeln – und unliebsame Verwandte davon ausschließen? Und wie kann ich auch im Alter noch selbstständig wohnen? Alles Fragen, die bei der Immobilienmesse in Lahnstein kompetent beantwortet wurden.

Viel Kompetenz versammelt (v.l.): Verbandsdirektor  RA Ralf Schönfeld, Rudi Keßler, 1. Vorsitzender des Ortsvereins Haus & Grund Rhein-Lahn e.V.,  Michaela Wolff vom Caritas-Generationenprojekt, Bereichsleiter Günter Groß von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG, und Rechtsanwalt Lothar Breitenbach.Viel Kompetenz versammelt (v.l.): Verbandsdirektor RA Ralf Schönfeld, Rudi Keßler, 1. Vorsitzender des Ortsvereins Haus & Grund Rhein-Lahn e.V., Michaela Wolff vom Caritas-Generationenprojekt, Bereichsleiter Günter Groß von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG, und Rechtsanwalt Lothar Breitenbach. - Fotos: Haus & Grund

Bereits zum 4. Mal luden Haus & Grund Rhein-Lahn und die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG zur Immobilienmesse in der Stadthalle Lahnstein ein. Rudi Keßler, Vorsitzender des Ortsvereins, und Volksbank-Bereichsleiter Günter Groß konnten hierzu rund 175 Gäste begrüßen. Im Mittelpunkt standen dabei drei hochinteressante Vorträge zu verschiedenen Themen rund um die eigene Immobilie.

Worauf private Eigentümer achten sollten

Rechtsanwalt Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz e.V., referierte zur Reform der Grundsteuer. Neben den Inhalten der neuen gesetzlichen Regelung ging er insbesondere darauf ein, auf was Immobilieneigentümer achten müssen.

Das Grundsteueraufkommen habe sich, so Schönfeld, in den letzten 10 Jahren von rund 445 Millionen Euro auf knapp 600 Millionen Euro allein in Rheinland-Pfalz erhöht (und bundesweit von 10,9 Milliarden Euro auf 14,2 Milliarden Euro).

Schon daran sehe man die Bedeutung dieser Steuerart für die Kommunen. Außerdem gab Schönfeld einen kurzen Überblick zu den möglichen steuerlichen Förderungen der Ertüchtigung der eigenen Immobilie in Hinblick auf den Klimaschutz.

Rechtsanwalt Lothar Breitenbach, Vorstandsmitglied von Haus & Grund Rhein-Lahn, stellte seinem Vortrag eine etwas provokante Fragestellung voraus: „Unliebsame Verwandte enterben – aber wie?“ Ausgangspunkt aller Überlegungen, so RA Breitenbach, seien das gesetzliche Erbrecht und das Pflichtteilsrecht.

Lösungsansätze, um unliebsamen Verwandten den Zugang zum Erbe zu verwehren, sind die Pflichtteils-Entziehung sowie die Pflichtteils-Vermeidung (bzw. dessen Reduzierung). An Hand einiger Rechenbeispiele konnte er den Besuchern die Auswirkungen des jeweiligen Lösungsansatzes deutlich machen.

Lösungen für das Wohnen im Alter

Michaela Wolff vom Caritas-Generationenprojekt widmete sich schließlich dem Thema „Wohnen im Alter“. Sie ging auf Wohnformen ein, die möglicherweise in Frage kommen, wenn das selbstständige Wohnen in den eigenen vier Wänden nicht mehr geht.

So bietet z.B. das betreute Wohnen im Alter eine „Rundumversorgung“ aus einer Hand. Aber auch Wohnpartnerschaften – wie „Wohnen für Hilfe“ und das Schüler-Generationenprojekt – stellte Michaela Wolff vor.

Der Vorsitzende des Haus & Grund Ortsvereins, Rudi Keßler, dankte allen Referenten für ihre interessanten Vorträge und den Besuchern für ihr Kommen. Er wies die Besucher auf die zahlreichen Beratungsleistungen von Haus & Grund hin. Im Rahmen einer Mitgliedschaft könnten dabei weitergehende Fragen in den regelmäßigen Sprechstunden erörtert werden.

Immobilientag in Lahnstein

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